Design eines Rev II-Style Indoordrachen

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Viele wissen vielleicht, dass ich immer wieder mit verrückten Vierleiner-Ideen komme.

Da ich von Nico Lows Rev II sehr begeistert war, wollte ich mir nun auch endlich mal einen Rev II für die Halle und Hauchwind (draußen) bauen.

Christian (Milindur) war auch sehr interessiert und hat viel schneller als ich mit der Konstruktion angefangen und hat den ersten Prototyp mit ein paar meiner Ideen gebaut.

Also habe ich mir mal Gedanken gemacht, was mir bisher am Rev gut gefiel und was überhaupt nicht.

Herausgekommen ist folgendes:

Der original Indoor-Rev von Revolution ist viel zu weich.
Die benötigten Handles sind zu groß, weil keine Waage am Drachen ist.

Nicos Rev II lässt sich viel schöner fliegen, obwohl er mit seiner 7P Leitkante und P200 Querspreizen viel schwerer ist.

Das Schlimmste beim Fliegen des Revs ist das Verheddern der Leinen.

Grade wenn man in der Halle fliegt, liegt der Drachen doch sehr oft am Boden und da ist die Gefahr groß, dass die Leinen sich irgendwo verheddern.

Da in der Halle Gleitfähigkeit auch durch die Segelfläche bestimmt wird, sollte die 2 Meter breite Revolution auch schön viel Fläche bekommen.

Punkt 1: Segelfläche

Der Punkt ist ziemlich einfach. Statt die Mitte des Drachens so klein zu lassen wie bei den Originalen, haben wir die Mitte auf 36 cm Segelfläche vergrößert. Die beiden Dreiecke sind ca. 70 cm tief.

Die dadurch ergebene Segelfläche sollte beim Indoor-Flug, wie auch draußen, genug Fläche ergeben, dass es einfach ist zu fliegen, ohne viel zu rennen.

Punkt 2: Verheddern verhindern.

Das ist eigentlich mein Spezialgebiet :-D

Warum nicht etwas machen, was man im Zweileiner-Bereich schon lange macht?
Genau … weg mit überstehenden Stangen!

Gummibänder wollte ich auch nicht haben und daher haben wir es wie folgt gelöst: Ein Klettverschluss an der Unterkante der Leitkante verschließt den Vertikalstab. Danach kommt ein kleiner Fixierungstunnel, damit die Stange in Form bleibt.

Am unteren Ende des Drachens kommt eine kleine dreieckige Gummistreifen-Tasche.

Die Waage wird durch ein Loch im Segel nach vorne gezogen.

Resultat:

Er kann sich sehen lassen, denn die ersten Tests bewiesen: An den Vertikalen bleibt nix mehr hängen. Fliegen kann man den Rev auch an den etwas versetzten Punkten wunderbar, und mit der nun vorhandenen Segelfläche macht es richtig Laune, in der Halle zu fliegen.

Noch zu erledigen:
Was nun noch kommt, sind verdeckte Leitkanten, die wir auch durch eine Gummistreifen/Klettband-Kombination erstellen werden.

Das untere Dreieck wird etwas abgerundet und mit einer kleinen Verstärkung ausgearbeitet, damit der Drachen dort keine Abnutzung hat, wenn man auf den Spitzen landet.

Die Waage werden wir noch am oberen Anknüpfpunkt ändern und vielleicht die dynamische Waage aus dem spanischen Drachenforum (Infos siehe Drachenforum -> Revolution Board) ausprobieren.

Fazit:
Ihr braucht keine “Original-Anleitung” für einen Revolutioneigenbau.
Macht Euch Eure eigenen Gedanken und probiert es aus. Nur über neue Ideen kommen wir alle im Vierleiner-Bereich voran. Insbesondere bei einem Vierleiner funktioniert unheimlich viel, nur es traut sich komischerweise niemand.

Zu guter letzt:

Danke Nico für die Tipps rund um Stangen und Segel des Revs.

Danke Milindur für den ersten Prototypen und die entsprechenden Basteleien, die an Deinem Indoorer nun gemacht werden müssen und was auch immer noch für Aufwand in dem Bereich kommt.

Danke Arne, für die durchgearbeitete Nacht.